Grab & Grabarten in Österreich

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Als Grab bezeichnet man die Beisetzungsstelle eines Verstorbenen auf einem Friedhof. Die Art, Größe und Gestaltungsmöglichkeiten der Grabstelle hängen mit der Bestattungsart und dem jeweiligen Friedhof zusammen: Je nachdem ob es sich um eine Sargbestattung, Urnenbestattung oder Naturbestattung handelt, können Gräber sehr unterschiedlich ausfallen. Hier erfahren Sie alles über die verschiedenen Grabarten, Grabgestaltung, Beschaffung und Auflösung eines Grabs.

Grabarten & Grabanlagen

In Österreich unterscheidet man grundsätzlich zwischen einer Erdbestattung im Sarg und einer Feuerbestattung mit der anschließenden Beisetzung der Asche in einer Urne. Die Grabstelle muss sich auf einem Friedhof befinden, der aber keineswegs traditionell sein muss. Es gibt in Österreich immer mehr Naturfriedhöfe und Friedhöfe, die alternative und naturnahe Bestattungsflächen für ein Begräbnis zur Verfügung stellen.

Grabarten für Särge

Wer sich für eine Erdbestattung in Wien entscheidet, hat die Möglichkeit zwischen verschiedenen Arten von Grabstellen zu wählen.

  • Einzelgrab
  • Doppelgrab
  • Familiengrab
  • Gruft & Mausoleum

Ein Einzelgrab hat Platz für einen Sarg und ist kostengünstiger als ein größeres Familiengrab. Ein Familiengrab verfügt hingegen über ein längeres Grabnutzungsrecht und kann bis zu vier Verstorbene aufnehmen. Das Doppelgrab ist, wie der Name schon sagt, für zwei Särge vorgesehen und besonders bei Paaren eine häufige Wahl.

Was ist eine Gruft?

Eine Gruft ist eine gemauerte, unterirdisch angelegte Grabstätte. Hat eine Gruft zusätzlich einen Überbau in Form eines Häuschens oder eine Kapelle, spricht man von einem Mausoleum. Je nach Größe ist eine Gruftbestattung mehrerer Verstorbener in Sarg oder Urne möglich. Eine Gruft in Wien ist kostenintensiver und auch hier bekommen Hinterbliebene ein längeres Nutzungsrecht.

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Grabarten für Urnen

Wer sich für eine Feuerbestattung in Wien und eine Beisetzung der Urne entscheidet, hat die Wahl zwischen mehreren Grabarten:

  • Urnenerdgrab
  • Urnenwandnische oder Kolumbarium
  • Urnenstele
  • Urnengruft

Je nach Größe passen in ein Urnenerdgrab bis zu acht Urnen. Bei einem Urnenerdgrab wird die Urne dem Erdreich übergeben. Dieses Erdgrab für Urnen sieht einem Sarggrab sehr ähnlich und ist ebenfalls mit einem Grabstein versehen. Allerdings sind die Dimensionen kleiner, da Urnen weniger Platz benötigen. Auch eine Urnenstele bietet je nach Modell Platz für mehrere Urnen. Diese säulenartigen Grabstellen sind ein geschmackvoller Weg der Beisetzung und lassen ebenso persönliche Gestaltung zu.

Gemauerte Urnengräber

Eine Urnengruft ist im Gegensatz zum Urnenerdgrab eine gemauerte Grabstätte, die Platz für mehrere Urnen bietet. Auch Urnennischen sind gemauerte Grabstellen, die Vertiefungen für Urnen in übereinander angeordneten Reihen bereitstellen.

Diese Art der Urnennische wird auch Kolumbarium genannt und kann in vielen verschiedenen Formen vorkommen: Von einer schlichten Wand mit Urnennischen bis hin zu Räumen und größeren Bauten für mehr Urnen. Auch diese Urnengräber werden mit einer kleinen Grabplatte versehen und bieten oft die Möglichkeit Blumen oder Grabkerzen zu hinterlassen.

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Grabarten bei Naturbestattungen

Abseits des traditionellen Friedhofs gibt es die Naturbestattung und alternative Bestattungsarten [Link auf Rund um die Naturbestattung]. Die Grabarten sind hier ebenso vielfältig wie die Bestattungsarten:

  • Baumgrab
  • Waldgrab
  • Wiesengrab oder Rasengrab
  • Seegrab oder Meergrab
  • Berggrab
  • Strauchgrab

Bei Baumgräbern, Waldgräbern und Strauchgräbern auf Naturfriedhöfen wird die Urne an den Wurzeln der Pflanze beigesetzt und fließt dort langsam in den Kreislauf der Natur ein. Denn wie bei den meisten Naturgräbern lösen sich auch hier die biologisch abbaubaren Urnen nach gut 10 Jahren auf und geben die Asche frei.

Bei einem Wiesengrab wird die Urne direkt in der Erde unter die Grasnarbe gebettet und mit Erdreich zugedeckt. Im Gegensatz zu einem Erdgrab ist keine Einrahmung der Grabstelle vorgesehen und auch der Grabstein fällt kleiner aus oder ganz weg. In dem Fall gibt es die Möglichkeit, eine Gedenktafel am Naturfriedhof zu hinterlassen. Berggräber befinden sich auf speziellen Friedhöfen in den Bergen und können ebenfalls als Wiesengräber oder Urnennischen im Bergfels gestaltet sein.

Das richtige Grab wählen

Damit Sie sich für das passende Grab für Ihre Bedürfnisse entscheiden können, gibt es einige Entscheidungen abzuwägen:

  • Gibt es einen bestimmten Friedhof, auf dem die Beerdigung stattfinden soll oder ist die Bestattungsart (z.B. Naturbestattung) vorrangig?
  • Gibt es bereits ein Grab, das von der Familie genutzt wird?
  • Ist es Ihnen wichtig, dass Sie die genaue Grabstelle am Friedhof aussuchen, oder ist die Lage am Friedhof nicht vorrangig?
  • Soll eine Person in dem Grab beigesetzt werden oder wird in Zukunft Platz für mehrere Särge oder Urnen benötigt?
  • Ist Ihnen eine fixe Grabstelle als Ort der Trauer wichtig oder gedenken Sie den Verstorbenen auf andere Art?

Hat der exakte Ort des Grabs am Friedhof keine Priorität und die Grabstelle als Ort des Gedenkens ist kein Anliegen, kann man die Bestattung auch in einem Reihengrab oder anonymen Grab vornehmen lassen. Bei Reihengräbern erfolgt die Zuteilung über den Friedhof und man hat nicht die Möglichkeit, den Platz am Friedhof zu wählen oder das Nutzungsrecht des Grabs zu verlängern.

Ein anonymes Grab ist ohne Grabstein oder Gedenktafel ausgestattet und wird meist bei Sozialbegräbnissen und Verstorbenen ohne Hinterbliebene eingesetzt.

Zur geeigneten Grabwahl und bei Fragen zur passenden Ruhestätte beraten wir Sie gerne persönlich.

Wie tief muss ein Grab sein?

Die Größe eines Grabs ist in der Friedhofsordnung festgeschrieben und kann je nach Friedhof variieren. Gräber in Wien werden grundsätzlich wie folgt bemessen:

Einzelgrab: 2,7 m Tiefe – 2,2 m Länge – 80 cm Breite
Familiengrab: 2,7 Tiefe – 3m Länge – 1,25 m Breite
Urnengrab: 70 cm Tiefe – mind. 0,5 m2 – ab 8 Urnen mind. 1 m2
Gruft: 3,2 Tiefe – 2,2 m Länge – 90 cm Breite

Grabgestaltung & Grabbepflanzung

Die Gestaltung eines Grabs kann sehr unterschiedlich und auf Wunsch individuell ausfallen. Je nach Geschmack, Vorliebe und finanziellen Möglichkeiten können Sie das Grab persönlich gestalten. Einige Möglichkeiten der Grabgestaltung sind:

  • Grabbepflanzung & Blumenbeet
  • Steine & Kiesbett
  • Grabplatte
  • Kleine Statuen
  • Grabkerzen
  • Kleine Sträucher
  • Kombination aus mehreren Techniken

Zu beachten sind dabei die baulichen und gärtnerischen Bestimmungen und Richtlinien des jeweiligen Friedhofs.

Grabpflege

Der Aufwand der Pflege kann bei der Entscheidung für eine Grabgestaltung mitspielen. Eine regelmäßige Grabpflege ist jedoch besonders wichtig und man ist im Zuge des Grabnutzungsrechts außerdem dazu verpflichtet, die Grabstelle in Ordnung zu halten. Wenn Angehörigen die Zeit fehlt, können sie eine Grabpflege der Friedhofsgärtner in Anspruch nehmen. Wer sich dieses Geld lieber sparen will, kann das Grab so pflegeleicht wie möglich gestalten.

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Wie gestalte ich ein Grab pflegeleicht?

Besonders pflegeleichte Grabgestaltung bieten Steine, Kies und Grabplatten. In Kombination mit Grabgestecken oder Pflanzen sieht diese Grabgestaltung auch sehr edel aus und bringt wenig Aufwand.

Grabbepflanzung und Blumenbeete sind tendenziell aufwändiger zu pflegen. Es gibt dennoch unzählige Grabblumen oder Sträucher, die wenig Aufmerksamkeit und Pflege benötigen und eine wunderschöne Grab-Deko ergeben. Auch mit Kunstrasen und Trockenbumen kann man ein Grab ausstatten. Fragen Sie am besten in der Friedhofsgärtnerei nach pflegeleichter oder immergrüner Grabbepflanzung.

Grabstein ─ Gestaltung & Kosten

Ein Grabstein ist ein wichtiger Teil einer Grabstätte. Auch in der Gestaltung des Grabsteins gibt es unzählige Möglichkeiten:

  • Einzelgrabsteine
  • Doppelgrabsteine
  • Liegende Grabsteine
  • Urnengrabsteine
  • Grabplatten für Nischengräber

Grabsteine können sich in Größe, Form und Verzierung sehr stark unterscheiden. Der Kreativität sind nur wenig Grenzen gesetzt: Von Grabsteinen in Herzform oder klassischen abgerundeten Grabsteinen bis zu Grabsteinen mit Figuren und kunstvollen Verzierungen können Sie den Grabstein nach Ihren Wünschen individualisieren lassen.

Der Preis für einen Grabstein kann sehr unterschiedlich ausfallen. Bestimmte Sonderanfertigungen wie eine besondere Grabinschrift, Grabschmuck oder Grabskulpturen sind kostenintensiver. Die endgültigen Kosten für einen Grabstein hängen letztendlich von der Bestattungsart, der Grabeinfassung und dem Grab ab. Fragen Sie am besten beim Steinmetzbetrieb Ihrer Wahl nach den möglichen Variationen und Kosten.

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Nutzungsrecht von Grabstellen in Wien

Wenn Sie ein Grab für eine Bestattung erwerben, handelt es sich dabei nicht um einen Kauf der Grabstelle, sondern um den Erwerb des Nutzungsrechts. Ein Grab kann man im eigentlichen Sinn nicht kaufen, sondern nur auf bestimmte Zeit „mieten“. In der Regel erwirbt man das Nutzungsrecht für mindestens 10 Jahre Ruhezeit ─ bei bestimmten Grabarten auch länger. Denn jeder Tote hat das Recht auf eine sogenannte Mindestliegefrist.

Grabnutzungsrecht verlängern & auflösen

Die Grabnutzungsdauer kann nach Ablauf der Mindestruhezeit beliebig oft verlängert werden. Jedoch ist es ratsam, sich rechtzeitig vor Ablauf des Nutzungsrechtes zu informieren und nötige Schritte zur Verlängerung des Grabs einzuleiten. In Wien informieren Friedhöfe zum Beispiel nicht über das baldige Ablaufen des Grabnutzungsrechts. Jedoch werden Halter des Grabnutzungsrechts vor einer tatsächlichen Grabauflösung in jedem Fall informiert. Verstirbt der Halter des Grabbenützungsvertrags, wird das Nutzungsrecht in der Regel an die Erben weitergegeben.

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Grabauflösung in Österreich

Ist die Ruhezeit für ein Grab abgelaufen und das Nutzungsrecht wurde nicht verlängert, wird das Grab aufgelöst. Das bedeutet, dass die Grabstelle eingeebnet und neu vergeben wird. Die Gebeine bleiben dabei im Grab bzw. haben sie sich nach einer Liegezeit von mindestens 10 Jahren in vielen Fällen bereits zersetzt. Die Auflösung eines Grabs tritt auch ein, wenn Sie sich nicht adäquat um die Grabpflege kümmern. In so einem Fall wird das Nutzungsrecht frühzeitig entzogen.

Kosten für ein Grab

Die endgültigen Kosten für ein Grab sind von der Gemeinde, dem Friedhof, der Größe sowie Lage und Ausgestaltung der Grabstätte abhängig. Je nach Friedhof und Gemeinde können sich die Gebühren für die Grabnutzung somit erheblich unterscheiden. Sie können mit Grabnutzungskosten ab 280 € pro 10 Jahre rechnen. Dazu kommt bei Neuvergabe eines Grabs eine einmalige Gebühr, die vom Friedhof eingehoben wird.

Einen Unterschied gibt es auch zwischen Gräbern für Urnen und für Särge. Für ein Urnengrab sind die Kosten meist etwas geringer als für ein Sarggrab. Das bedeutet, dass das Grabnutzungsrecht für Urnengräber in der Regel günstiger ausfällt.

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Grabsuche ─ Wie finde ich ein bestimmtes Grab?

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Wer eine Grabstelle in Wien finden möchte, kann sich über verschiedene Online-Tools und Datenbanken von Friedhöfen (z.B. die Verstorbenensuche der Friedhöfe Wien , sowie Glaubensgemeinschaften behelfen. Kennt man den Friedhof, auf dem die gesuchte Person begraben liegt, kann man auch direkt bei der Friedhofverwaltung anfragen. Da einige Friedhöfe noch keine digitalisierten Daten besitzen, ist das manchmal der einzige Weg, um zu Informationen zu kommen.