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Soziales Engagement
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Trauerbewältigung

So unterschiedlich die Menschen und ihre Beziehungen zueinander sind, so verschieden sind auch die Formen der Trauer und die Arten, wie der Verlust eines nahen Angehörigen oder Freundes verarbeitet wird. Manchmal können Verluste relativ schnell überwunden werden. Häufig ist aber ein längerer Prozess notwendig, bis sich das seelische Gleichgewicht wieder einstellt.














Das Konzept der Trauerphasen
 

In der Trauerforschung ging man lange davon aus, dass eine trauernde Person Trauerphasen durchläuft, von der anfänglichen Leugnung bis zur abschließenden Akzeptanz des Verlusts. Das von Elisabeth Kübler-Ross entwickelte „Phasenmodell“ beschreibt einen prozessartigen Verlauf von Trauer: Auf den anfänglichen Schockzustand, der von Verwirrtheit und Vergesslichkeit begleitet wird, folgt eine sehr emotionale Phase, in der heftige Gefühle wie Angst, Verzweiflung, Schuld und Wut aufbrechen können. In der dritten Trauerphase kommt es laut Phasenmodell zu einer allmählichen Verarbeitung des Verlusts. Die vierte Phase kennzeichnt schließlich den Neuanfang, in der die Menschen wieder die Energie haben, ihr Leben aktiv zu gestalten.

Das Phasenmodell wird von der modernen Trauerforschung in Frage gestellt, weil Trauer von Betroffenen häufig anders erlebt wird als im Modell beschrieben. Manche Trauernde durchlaufen die Phasen in einer sehr kurzen Zeitspanne und sind rasch wieder fähig, ihren Alltag wie gewohnt zu leben. Andere trauern sehr lange und erleben die Phasen auch nicht so prozessartig wie das Phasenmodell impliziert. Viele Betroffene können einen phasenartigen Verlauf ihrer Trauer gar nicht bestätigen.


Neueste Erkenntnisse im Bereich Trauerforschung


Der klinische Psychologe George Bonnano untersucht die Auswirkungen von Trauer bereits seit zwanzig Jahren systematisch. Seine Forschungen weisen nicht auf einen phasenartigen, sondern vielmehr auf einen „wellenartigen“ Verlauf von Trauer hin: Der Verlustschmerz kommt und vergeht und wird bei den meisten Menschen mit der Zeit schwächer. Laut Bonnano besitzt der überwiegende Anteil der Trauernden eine natürliche Widerstandskraft, um Verluste gut zu bewältigen. Diese Widerstandskraft, er nennt sie „Resilienz“, wird gerade in Trauersituationen bei psychisch gesunden Menschen besonders aktiviert und befähigt sie, ihren Alltag selbst nach dem Verlust einer sehr nahestehenden Person relativ gut zu meistern. Dies bedeutet auf keinen Fall, dass jene Betroffenen keinen Kummer hätten oder die verstorbene Person nicht geliebt hätten. Sie sind aber durchaus in der Lage, mit dem Kummer umzugehen und Gefühle der Trauer notfalls auch zu unterdrücken (vgl. George Bonnano: Die andere Seite der Trauer: Verlustschmerz und Trauma aus eigener Kraft überwinden, 1. Auflage Januar 2012).


Fazit


Wie Trauer tatsächlich erlebt wird, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Es gibt grundsätzlich keine „richtige“ Art zu trauern. Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse und verarbeiten ihre Trauer auf ihre je eigene Art und Weise. Nichtsdestotrotz kann es hilfreich sein, sich in einer Trauersituation an gewissen Verhaltensweisen zu orientieren. Lesen Sie dazu mehr auf unserer Seite für Trauerbegleitung. Tipps für den richtigen Umgang mit trauernden Angehörigen holen Sie sich in unserem Blog.
DER HIMMELBLAUE
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