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Soziales Engagement
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Richtiger Umgang mit Trauernden

Ein Trauerfall wirkt sich auf Angehörige sehr unterschiedlich aus. Freunde und Freundinnen, entferntere Verwandte und Bekannte des Verstorbenen kehren üblicherweise relativ bald nach der Bestattung wieder in ihren gewohnten Alltag zurück. Für die Nächstbetroffenen (Eltern, Kinder und Partner) beginnt die schwerste Zeit manchmal erst nach der Verabschiedung, oft sogar genau dann, wenn von ihnen erwartet wird, das Schlimmste überstanden zu haben. Im zweiten Halbjahr nach dem Todesfall kann für die Nächstbetroffenen die Sehnsucht nach dem Verstorbenen sehr stark werden. In diesem Zeitraum ist es besonders wichtig, weiterhin für den Trauernden da zu sein.

Hier ein paar Regeln für den richtigen Umgang mit Menschen, die einen schweren Verlust erlebt haben:

1. Präsent sein und zuhören statt selbst reden
Seien Sie für die trauernde Person da und lassen Sie sie sein, wie sie ist. Erzählen Sie nicht ständig von ihrer eigenen Trauer, schon gar nicht dann, wenn Sie den Verlust besser verkraften. Hören Sie zu. Lassen Sie auch Minuten des Schweigens zu, wenn nichts gesagt werden kann.

2. Berührung statt tröstender Worte
Phrasen wie „das wird schon wieder“, „es wird alles wieder gut“ oder „Kopf hoch“ helfen bei schwerer Trauer nicht: Ein trauernder Mensch kann gerade nicht positiv denken. Umarmen Sie den Betroffenen lieber oder halten Sie seine/ihre Hand.

3. Nach dem Verstorbenen fragen, statt ihn totzuschweigen
Trauernde können häufig ohnehin an nichts anderes denken als an die verstorbene Person. Daher ist es besser, den Verstorbenen beim Namen zu nennen, als ihn totzuschweigen. Wenn die trauernde Person nicht über den Toten reden will oder über den Verlust hinweg ist, werden Sie es merken.

4. Mitgefühl zeigen, nicht Mitleid
Vermeiden Sie übermäßige Betroffenheitsgesten und mitleidsvolle Mimik und Gestik – die trauernde Person soll sich nicht noch schlechter fühlen müssen, als sie es sowieso schon tut. Halten Sie Augenkontakt und fragen Sie ihr Gegenüber nach dem Befinden, ohne automatisch eine positive Antwort zu erwarten.

5. Trauer aushalten, statt sie zu bewerten
Die einen stürzen sich in die Arbeit, die anderen haben Stimmungsschwankungen und auch Verdrängung ist eine Art, mit Trauer umzugehen: Akzeptieren Sie Trauer, wie sie ist und vergleichen sie sie nicht mit der Trauer von anderen. Lassen Sie zu, dass Tränen fließen – Weinen ist wichtig für den Trauerprozess.

6. Hilfe im Alltag anbieten ohne zu drängen
Halten Sie den Kontakt zur trauernden Person aufrecht und bieten Sie Ihre Hilfe im Alltag an, jedoch ohne sich aufzudrängen: Der Trauernde entscheidet, wann es soweit ist, das Zimmer des Verstorbenen umzugestalten, Kleidung wegzuräumen und das Türschild zu erneuern.

7. Zu gemeinsamen Aktivitäten anregen, auch an Feiertagen
Fragen Sie die trauernde Person, mit wem sie Weihnachten oder Silvester verbringen wird. Laden Sie sie zu gemeinsamen Aktivitäten ein, auch wenn Sie mal längere Zeit keinen Kontakt hatten: Es ist nie zu spät sich zu melden!

8. Achten Sie auf sich selbst
Trauerbegleitung kostet viel Energie. Vergessen Sie nicht, sich Zeit zum Entspannen und Auftanken zu geben. Sie können schließlich nur dann optimal helfen, wenn es Ihnen selbst gut geht.

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