Särge – Modelle und Materialien
Inhaltsverzeichnis
- Der Sarg mit langer Geschichte
- Sargpflicht in Österreich
- Sarg aus Holz
- Brennbarer Sarg
- Gruftbestattung
- Welche Sargmodelle gibt es?
- Hausdachform
- Truhensarg
- Körperformsarg
- Wie sieht ein Sarg von innen aus?
- Welche Sargmaterialien gibt es?
- Särge aus Holz
- Biologisch abbaubare Särge
- Särge aus Metall und anderen Materialien
verfasst von
- Nadja Markl
– Lesezeit:
Minuten
Der Sarg mit Langer Geschichte
Schon aus der Steinzeit ist bekannt, dass Tote in Steinsärgen in ihren Gräbern bestattet wurden und auch die Ägypter bestatteten ihre Pharaonen in Sarkophagen. Seit mindestens 9.000 Jahren, stellt der Sarg also einen Bestandteil des Begräbnisrituals dar. Er entwickelte sich zu einem der wichtigsten Bestattungsutensilien, nicht zuletzt aus Gründen der Hygiene.
Sargpflicht in Österreich: Ein Sarg muss sein
Grundsätzlich ist in Österreich bei jeder Bestattungsart ein Sarg per Gesetz erforderlich. Bei einer Erdbestattung, aber auch bei einer Feuerbestattung oder Naturbestattung. Generell gilt, dass die Einsargung des Verstorbenen so zu erfolgen hat, dass dessen Würde und Pietät gewahrt wird.
Erdbestattung: Sarg aus Holz
Für die Erdbestattung müssen dichtschließende Holzsärge verwendet werden. Auch Särge aus anderen Materialien wie Zellulose oder Naturmaterialien wie Pilzfasern gibt es für Erdbestattungen. Wichtig ist dabei, dass der Sarg und das Material in der Erde zur Gänze verrotten kann.
Feuerbestattung: Brennbarer Sarg
Auch bei einer Feuerbestattung ist der Sarg Pflicht. Für die Feuerbestattung sind Särge aus Holz oder Zellulose vorgesehen. Wichtig ist, dass das Material gut verbrennt und im Krematorium keine Rückstände hinterlässt. Auch Sargeinlagen und Sargbeigaben müssen dieser Anforderung entsprechen.
Nachhaltigkeitstipp
Ein Sarg aus Zellulose ist eine besonders nachhaltige und klimaschonende Alternative bei einer Feuerbestattung, denn der CO2-Ausstoss bei der Kremation ist um 60% geringer. Hergestellt wird der Sarg aus Rinden und Ästen, die bei der Waldpflege anfallen und ressourcenschonend wiederverwendet werden können.
Gruftbestattung: der Metallsarg
In einer Gruft darf nur ein Metallsarg beigesetzt werden. Denn wichtig ist bei einer Gruftbestattung, dass der Sarg luftdicht abgeschlossen wird. Auch Holzsärge sind erlaubt, die mit Metall ausgelegt sind. Wer die Optik eines Holzsarges vorzieht, kann einen Holzsarg als Übersarg über den Metallsarg legen.
Särge bei Bestattung Himmelblau
Bestattung Himmelblau bietet eine große Auswahl an Särgen in verschiedenen Preis- und Ausstattungsvarianten. Gerne beraten wir Sie vor Ort an einem unserer Standorte in Wien, Klosterneuburg, St. Pölten und Graz. Sie finden dort auch eine Auswahl an Särgen zum Ansehen und Anfassen.
Welche Sargmodelle gibt es?
Hausdachform
Die Hausdachform ist die gängigste Sargform in Österreich. Bei dieser Form ist das Sargoberteil wesentlich höher als das Sargunterteil. Die meisten Särge in der Hausdachform sind konisch, was bedeutet, dass der Sarg am Kopfende etwas breiter als am Fußende ist. Die Seiten des Sargunterteiles verlaufen nicht senkrecht, sondern leicht schräg abgewinkelt nach unten hin.
z. B. Sarg Achensee
Truhensarg
Im Gegensatz zur Hausdachform ist beim Truhensarg das Unterteil zumeist höher als das Oberteil. Die Basis des Unterteils ist rechteckig, die Seiten verlaufen also senkrecht nach unten.
z. B. Sarg Kaiserklamm oder Attersee
Körperformsarg
Der Körperformsarg wird auch „italienischer Sarg“ genannt. Dieser ist so geschnitten, dass die breiteste Stelle im Schulterbereich liegt und sowohl zum Kopf- als auch zum Fußende hin schmaler zuläuft.
z. B. Sarg Kahlenberg
Wie sieht ein Sarg innen aus?
Im Inneren des Sarges befinden sich eine Sargmatratze, eine Decke sowie ein Kissen. Die Wände werden mit hochwertigem Stoff wie etwa Baumwolle, Seide oder Leinen, ausgeschlagen. Zumeist wird er in dezenten Farben wie etwa Weiß gehalten. Besonderheiten wie Rüschen, Stickereien oder individuelle Muster und Farben sind auf Wunsch möglich.
Aus welchen Materialen sind särge?
Särge für Erdbestattungen und Feuerbestattungen bestehen zumeist aus Holz. Die Holzarten sind frei wählbar:
Särge aus Holz
Holz ist ein traditionelles und das am häufigsten benutzte Material für Särge. Je nach Holzart kann man zwischen preiswerteren Särgen (Kiefer oder Fichte) oder sehr edle Modelle (Mahagoni oder Nuss) wählen.
- Buche
- Nuss
- Lärche
- Eiche
- Kiefer
- Fichte
- Birke
- Zirbe
- Ahorn
- Pappel
- Tanne
- Mahagoni
- Etc.
Das Holz kann mit unterschiedlichen Lackierungen oder Verzierungen bearbeitet werden. Häufig werden auch Beschläge am Sarg angebracht. Sargschrauben, Sarggriffe und Sargkreuze sind in unterschiedlichen Formen und Farben (Gold, Silber und Bronze) erhältlich.
Der Preis für einen Sarg kann je nach Ausstattung variieren.
Biologisch abbaubare särge
Diese Särge sind oft aus schnell nachwachsenden Materialien gemacht. Sie haben oft auch den Vorteil, dass sie besonders schnell verrotten oder verbrennen. Das macht sie zu „Öko-Särgen“, die klimafreundlich sind und für Erdbestattungen oder Feuerbestattungen geeignet sind, wo die Anforderungen an biologische Abbaubarkeit besonders hoch ist.
- Bambus
- Weidengeflecht
- Pilzfasern
- Hanffasern
- Holzfasern /Zellulose/Pappe)
särge aus metall und anderen materialien
Särge aus Metall werde üblicherweise für Bestattungen in einer Gruft verwendet. Auch bei der Überführung oder Abholung eines Verstorbenen werden zum Transport Metallsärge eingesetzt. Für die tatsächliche Bestattung werden andere Särge ausgewählt. Särge aus Stein, Keramik oder Blei sind heute nicht mehr üblich, wurden aber früher immer wieder eingesetzt.
Eine Übersicht unserer Sargmodelle finden Sie in unserem Sarg-Sortiment.
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Den eigenen sarg auswählen: Bestattungsvorsorge
Eine Bestattungsvorsorge macht es möglich, dass Sie Entscheidungen in Ruhe und überlegt treffen können – wie zum Beispiel die Wahl des eigenen Sarges. Oder finden Sie mehr zu den Leistungen der Bestattung Himmelblau.
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