verfasst von
- Sarah Postl
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In der schweren Zeit nach dem Verlust eines geliebten Menschen ist es eine besondere Aufgabe, das Leben des Verstorbenen in Worte zu fassen und ihm zu gedenken. Einen Nachruf zu schreiben, bietet die Möglichkeit, die Persönlichkeit, die Lebensleistung und die Bedeutung des Verstorbenen zu ehren und gleichzeitig Familie, Freunde und Bekannte über den Verlust zu informieren.
Dieser Leitfaden unterstützt Sie dabei, einen einfühlsamen und würdevollen Nachruf zu verfassen, der dem Leben und der Persönlichkeit des Verstorbenen gerecht wird.
Was ist ein Nachruf und welchen Zweck erfüllt er?
Ein Nachruf ist eine öffentliche Mitteilung über den Tod einer Person, die sowohl informiert als auch würdigt. Er wird üblicherweise in Zeitungen, auf Online-Gedenkportalen oder in Gemeindemitteilungen veröffentlicht und dient mehreren wichtigen Zwecken:
- Information der Öffentlichkeit: Der Nachruf benachrichtigt Bekannte, Kollegen und die weitere Gemeinschaft über den Trauerfall und gibt Auskunft über Trauerfeier und Beisetzung.
- Würdigung des Lebens: Er zeichnet ein respektvolles Bild der verstorbenen Person, ihrer Persönlichkeit, ihrer Verdienste und ihrer Bedeutung für die Hinterbliebenen.
- Trost und Gemeinschaft: Ein Nachruf schafft einen Raum für gemeinsames Trauern und verbindet Menschen, die dem Verstorbenen nahestanden.
- Erinnerung bewahren: Er hält die Erinnerung an den Verstorbenen lebendig und wird oft zu einem wichtigen Dokument für nachfolgende Generationen.
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Welche Bestandteile hat ein Nachruf?
Ein vollständiger und würdevoller Nachruf enthält in der Regel folgende Elemente:
- Persönliche Daten: Name, Geburts- und Sterbedatum sowie gegebenenfalls Geburts- und Sterbeort bilden die sachliche Grundlage.
- Biografische Informationen: Wesentliche Stationen des Lebenswegs wie Ausbildung, Beruf, ehrenamtliches Engagement oder besondere Leidenschaften geben Einblick in das Leben.
- Persönlichkeitsbeschreibung: Charaktereigenschaften, Werte und besondere Fähigkeiten zeichnen ein authentisches Bild der Person.
- Familie und soziales Umfeld: Die Nennung von Ehepartner, Kindern, Enkelkindern und anderen nahestehenden Personen zeigt die familiären Bindungen.
- Informationen zur Trauerfeier: Datum, Uhrzeit und Ort der Trauerfeier sowie gegebenenfalls Hinweise zu Beileidsbekundungen oder Spenden statt Blumen.
Wer verfasst den Nachruf?
Die Verfassung eines Nachrufs übernehmen in der Regel die engsten Angehörigen. Dies können sein:
- Ehepartner oder Lebenspartner: Als engste Vertraute haben sie oft den tiefsten Einblick in das Leben und die Persönlichkeit des Verstorbenen.
- Kinder: Erwachsene Kinder verfassen häufig gemeinsam den Nachruf für einen Elternteil.
- Andere Familienangehörige: Geschwister, Eltern oder andere nahe Verwandte können diese Aufgabe übernehmen, wenn keine Kinder oder Partner vorhanden sind.
- Freunde oder Kollegen: Bei alleinstehenden Personen oder in besonderen Fällen können auch langjährige Freunde oder Weggefährten den Nachruf schreiben.
Es ist üblich und oft hilfreich, dass mehrere Personen gemeinsam an der Erstellung des Nachrufs mitwirken. Verschiedene Perspektiven können zu einem umfassenderen und authentischeren Bild beitragen. Manche Hinterbliebene nehmen auch die Unterstützung eines Bestattungsunternehmens oder professionellen Schreibers in Anspruch, besonders wenn die emotionale Belastung das Schreiben erschwert.
Wie schreibe ich einen Nachruf?
Ein würdevoller Nachruf verbindet sachliche Informationen mit persönlicher Wertschätzung. Mit diesen Tipps und einem Beispiel möchten wir Ihnen eine Hilfestellung zum Verfassen eines Nachrufs bieten.
Tipps zum Verfassen eines Nachrufs
Das Verfassen eines Nachrufs ist eine sehr persönliche Aufgabe, die mit Bedacht und Einfühlungsvermögen angegangen werden sollte. Die folgenden Schritte können Ihnen dabei helfen:
- Sammeln Sie Informationen: Tragen Sie wichtige Daten, Lebensstationen und prägende Erlebnisse zusammen. Sprechen Sie mit anderen Angehörigen und Freunden, um verschiedene Perspektiven einzubeziehen.
- Finden Sie den richtigen Ton: Überlegen Sie, welcher Stil zur Persönlichkeit des Verstorbenen passt. Manche Nachrufe sind eher förmlich ud zurückhaltend, andere warmherzig und persönlich.
- Seien Sie ehrlich und authentisch: Der Nachruf sollte die Person so darstellen, wie sie wirklich war. Übertriebene Idealisierung wirkt oft unecht, während ehrliche Wertschätzung berührt.
- Vermeiden Sie Floskeln: Allgemeine Formulierungen wie „war immer für andere da“ wirken unpersönlich. Konkrete Beispiele und spezifische Eigenschaften machen den Text lebendig.
- Respektieren Sie die Privatsphäre: Nicht alle Details gehören in einen öffentlichen Nachruf. Überlegen Sie, was die verstorbene Person selbst gewollt hätte.
- Erwähnen Sie die Hinterbliebenen: Nennen Sie die engsten Angehörigen und zeigen Sie damit die familiären Bindungen auf.
- Lassen Sie den Text ruhen: Legen Sie Ihren Entwurf für einige Stunden beiseite und lesen Sie ihn dann noch einmal mit frischem Blick. Bitten Sie gegebenenfalls eine vertraute Person um eine zweite Meinung.
So könnte ein Nachruf aussehen: Ein Beispiel
Wir sind für Sie da
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