Feuerbestattung in Österreich:
Ablauf, Kosten, Vorteile

verfasst von
David Wagner
September 14, 2026
– Lesezeit: 6 MINUTEN

Von einer Feuerbestattung spricht man, wenn die sterblichen Überreste einer verstorbenen Person im Krematorium eingeäschert werden. Die Asche wird anschließend in eine Aschekapsel gebettet und kann dann auf vielfältige Art beigesetzt werden ─ von der klassischen Urnenbeisetzung am Friedhof über die Edelsteinbestattung, bis zur Urne zu Hause.

 

In folgendem Ratgeber erfahren Sie alles zu Ablauf, Kosten und Beisetzungsmöglichkeiten einer Feuerbestattung in Österreich.

 

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Definition: Die Feuerbestattung (Einäscherung) bezeichnet die Verbrennung des Leichnams im Krematorium mit anschließender Beisetzung der Asche.
  • Ablauf: Der Weg führt von der Totenbeschau über die zweite Untersuchung im Krematorium bis hin zur Einäscherung, Trauerfeier und Beisetzung.
  • Vorteile: Bietet eine hohe zeitliche sowie örtliche Flexibilität, verursacht meist geringere Folgekosten (z. B. Grabpflege im Falle einer Naturbestattung) und ermöglicht vielfältige Beisetzungsformen.
  • Kosten: Verursacht in der Regel geringere Gesamtkosten als eine Erdbestattung. Die Gesamtsumme einer Bestattung hängt allerdings stark von Sarg, Urne und Beisetzungsart ab.
  • Beisetzung: Reicht von klassischen Urnengräbern über Naturbestattungen (Baum, Fluss, Weinreben) bis zur Urne für zu Hause (mit behördlicher Genehmigung).

Warum wird die Feuerbestattung in Österreich immer beliebter?

Die Feuerbestattung zählt zu den ältesten Bestattungsarten der Welt, ist in Österreich jedoch erst in den letzten Jahrzehnten auf dem Vormarsch. Bis ins 20. Jahrhundert war die Erdbestattung im katholisch geprägten Österreich die einzig zulässige Bestattungsform. Heute gewinnt die Feuerbestattung sowohl in Wien, Graz, Niederösterreich und allen anderen Bundesländern zunehmend an Zuspruch. Das liegt daran, dass sie zum einen meist preisgünstiger ist und zum anderen die Angehörigen die Beisetzung flexibler gestalten können als bei einer traditionellen Erdbestattung. Hier ist von einer Naturbestattung bis hin zur Diamantbestattung (fast) alles möglich. 

Wo richten wir die Feuerbestattung aus? 

Bestattung Himmelblau begleitet Sie einfühlsam und professionell in ganz Österreich. Egal, ob Sie eine Feuerbestattung in Wien, Graz oder Niederösterreich benötigen: Unser Team ist regional bestens vernetzt. Wir kennen die lokalen Friedhöfe sowie behördlichen Abläufe und nehmen Ihnen alle organisatorischen Wege ab.

Wie unterstützt Sie Bestattung Himmelblau?

Haben Sie Fragen zur Planung oder zum Ablauf einer Feuerbestattung? Unser Team steht Ihnen rund um die Uhr mit viel Erfahrung zur Seite. So begleiten wir Sie vom Eintritt des Todesfalles bis zur Bestattung einfühlsam durch alle Schritte.

Vorteile und Nachteile einer Feuerbestattung

Eine Feuerbestattung bringt viele Vorteile für einen persönlichen Abschied mit sich. Die Urne benötigt weniger Platz als ein Sarg bei einer klassischen Erdbestattung und eröffnet unterschiedliche Formen der Beisetzung nach der Kremierung. Je nach persönlichem Wunsch ist beispielsweise eine Baumbestattung oder eine Weinreben- oder Rosenstockbestattung möglich. Auch besonders individuelle Formen wie die Herstellung eines Erinnerungsdiamanten aus der Asche können gewählt werden. Gleichzeitig ist eine Feuerbestattung nicht für jeden Menschen die passende Form des Abschieds. Persönliche, religiöse oder kulturelle Vorstellungen können bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielen.

Vorteile

Nachteile

Wie läuft eine Feuerbestattung in Österreich ab?

Totenbeschau und Abholung durch den Bestatter

Nach Eintritt des Todes erfolgt eine ärztliche Totenbeschau. Dabei wird die Todesursache festgestellt und die Sterbeurkunde ausgestellt. Anschließend holt die Bestattungsfachkraft den Leichnam ab, übernimmt Waschung und Ankleidung und bettet die verstorbene Person in den Kremationssarg. Das Bestattungsunternehmen überstellt den Sarg dann schließlich zum Krematorium.

Einäscherung

Im Krematorium erfolgt eine zweite, gesetzlich vorgeschriebene ärztliche Untersuchung. Erst danach darf die Kremierung stattfinden. Der Sarg wird mit einem feuerfesten Schamottestein versehen, der eine eindeutige Identifikation der Asche ermöglicht, und in die Feuerkammer geschoben. Nach der Kremierung wird die Asche gemeinsam mit dem Schamottestein in eine Aschekapsel gegeben, verschlossen und beschriftet.

Trauerfeier

Für die Trauerfeier gibt es zwei gängige Varianten:

  • Verabschiedung am Sarg vor der Kremierung. Die Beisetzung der Urne erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt, meist einige Tage bis Wochen danach.
  • Verabschiedung an der Urne: Alternativ finden Trauerfeier und Beisetzung der Urne am selben Tag statt, nachdem die Einäscherung bereits erfolgt ist.

Ein Bestattungsunternehmen kann die Urne bis zu drei Monate lang aufbewahren. Das gibt Angehörigen Zeit, um sich in Ruhe auf den Abschied vorzubereiten. Bei einer Feuerbestattung in Graz bietet das Memorium der Bestattung Himmelblau einen besonders würdevollen Rahmen für konfessionelle und weltliche Trauerfeiern.

Beisetzung

Nach der Einäscherung stehen zahlreiche Beisetzungsformen zur Auswahl - von der klassischen Urnenbestattung am Friedhof über eine einfache Naturbestattung bis hin zur Edelstein- oder Diamantbestattung. Eine vollständige Übersicht finden Sie im Abschnitt „Möglichkeiten der Beisetzung“.

Leichenschmaus

Trauerfeier und Beisetzung enden traditionell mit einem Leichenschmaus. Bei einem gemeinsamen Essen und Getränken werden häufig schöne Erinnerungen an die verstorbene Person ausgetauscht.

Feuerbestattung mit Bestattung Himmelblau

Wir richten Ihre Feuerbestattung an unseren Standorten in Wien, Graz und Niederösterreich professionell aus. Mit persönlicher Beratung und einem Ohr für Ihre Anliegen beraten wir Sie gerne.

Feuerbestattung in Österreich: Kosten

Im Vergleich zur klassischen Erdbestattung ist die Feuerbestattung in der Regel die günstigere Variante. Die genauen Bestattungskosten hängen jedoch stark von der gewählten Beisetzungsart ab. Bei einer Naturbestattung entfallen beispielsweise die Kosten für die Grabpflege. Konkret setzen sich die Kosten einer Feuerbestattung typischerweise aus folgenden Positionen zusammen:

  • Kosten für den Kremationssarg
  • Kosten der Urne (abhängig von Material und Beisetzungsart)
  • Kosten für Trauerfeier und Leichenschmaus
  • Kosten für in Anspruch genommene Dienstleistungen (Blumen, Grabstein, Grabpflege, Trauerrede)
  • Sonstige Fremdkosten, etwa Bestattungsgebühren oder Friedhofsgebühren

Der genaue Betrag hängt stark von Ihren individuellen Wünschen ab. Unser Team erstellt Ihnen gerne einen unverbindlichen und transparenten Kostenvoranschlag. Eine detaillierte, regionale Übersicht finden Sie außerdem unter Bestattungskosten Wien und Bestattungskosten Graz.

Welche Möglichkeiten der Beisetzung gibt es nach der Einäscherung?

Beisetzungsmöglichkeiten und Grabart sind bei einer Feuerbestattung außerordentlich vielfältig – deutlich vielfältiger als bei der Erdbestattung.

Urnenbestattung am Friedhof

Die Urnenbestattung ist der Erdbestattung am ähnlichsten: Statt eines Sarges wird die Urne in ein Grab gelassen. Nicht jede Grabart ist auf jedem Friedhof verfügbar.

Urnengrab

Das Urnengrab ist ein Erdgrab für Urnen. Es sieht ähnlich wie ein Sarggrab aus, ist jedoch wesentlich kleiner und kann bis zu 8 Urnen beinhalten. Für Urnengräber ist ebenso ein Grabstein vorgesehen.

Urnenwand oder Kolombarium

Bei einer Urnenwand wird die Urne in eine Grabnische gesetzt. Diese wird anschließend mit einer Urnengrabplatte verschlossen, ähnlich einem Grabstein beim Erdgrab.

Urnenstele

Eine Säule aus Stein oder Metall, in der eine oder mehrere Urnen bestattet werden können. Eine Urnenstele ist wie ein Grabstein individuell gestaltbar.

Tumba

Eine Tumba - auch Hochgrab genannt - ist, ähnlich wie ein Sarkophag, ein freistehendes Grab aus Stein.

Urnengarten & Urnenhain

In einer grünen Umgebung werden Urnen unter Sträuchern oder Bäumen am Friedhof beigesetzt.

Edelsteinbestattung & Diamantbestattung

Bei einer Edelsteinbestattung oder Diamantbestattung wird ein Teil der Asche zu einem farbigen Edelstein oder einem weißen Diamanten verarbeitet, der als Schmuckstück getragen werden kann. Der Rest der Asche wird im Normalfall in einer Urne am Friedhof beigesetzt.

Weltraumbestattung

Die Weltraumbestattung gehört zu den außergewöhnlichsten Formen der Bestattung. Dabei wird ein kleiner Teil der Asche mit einer Rakete ins All befördert. Die Umsetzung erfolgt über spezialisierte Anbieter und ist mit vergleichsweise hohen Kosten sowie längeren Wartezeiten verbunden.

Naturbestattung

Die Naturbestattung betont die Verbundenheit zum natürlichen Kreislauf des Lebens. Biologisch abbaubare Urnen werden am Naturfriedhof im Wald, auf der Wiese oder in Gewässern beigesetzt. Es gibt allerdings noch viel mehr Optionen für eine Naturbestattung:

Urne zu Hause

Eine Einäscherung ohne klassische Friedhofsbestattung ist mit der Urne zu Hause möglich. Wie der Name schon sagt, kann die Asche zu Hause aufbewahrt oder im eigenen Garten beigesetzt werden. Dafür ist jedoch eine behördliche Genehmigung notwendig. Die Regelungen dafür unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.

  • Bei einer Feuerbestattung in Wien muss die Genehmigung bei der MA 40 eingeholt werden. Bei einer Mietwohnung braucht man zudem das Einverständnis des Grundstücks- bzw. Wohnungseigentümers. Zudem müssen auch die nächsten Angehörige die Zustimmung erteilen.
  • Bei der Feuerbestattung in Graz ist der Magistrat Graz bzw. die jeweilige Bezirksverwaltungsbehörde zuständig.
  • Bei einer Feuerbestattung in Niederösterreich gilt es einen Antrag auf Beisetzung außerhalb eines Friedhofs direkt bei der zuständigen Gemeinde einzuholen. Der wird normalerweise auch erteilt, solange der Ort dem „öffentlichen Anstand“ entspricht und ein pietätvolles Umfeld bietet.

Verstreuen der Asche

In Österreich ist das Verstreuen der Asche in der freien Natur oder im eigenen Garten grundsätzlich nicht erlaubt. Aufgrund des geltenden Friedhofszwangs muss die Asche auf einem dafür vorgesehenen Friedhof beigesetzt werden. Wer sich eine naturnahe Form des Abschieds wünscht, kann sich über alternative Beisetzungsformen wie eine Baumbestattung informieren.

Varianten der Trauerfeier bei einer Feuerbestattung in Österreich

Eine Verabschiedung im Zuge einer Feuerbestattung lässt sich sehr flexibel gestalten – sowohl was den Zeitpunkt als auch die Form betrifft. Eine Trauerfeier dauert in der Regel zumindest 20 Minuten, ist zeitlich aber nicht beschränkt.

 

  • Verabschiedung am Sarg im Krematorium: Viele Krematorien verfügen über eigene Verabschiedungsräume für Trauerrede, Gebete und Gesang. Die Beisetzung auf dem Friedhof erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Trauerfeier vor der Urnenbeisetzung: Direkt vor der Beisetzung der Urne, mit oder ohne religiöse Rituale, Musik und persönliche Worte.
  • Trauerfeier zu einem späteren Zeitpunkt: Der Bestatter kann die Urne bis zu drei Monate lang aufbewahren, bevor die Beisetzung oder Übergabe erfolgt.

Wie laufen Kremierung & Krematorium ab?

Bei einer Kremierung werden die verstorbene Person sowie der Sarg vollständig eingeäschert. Der Verbrennungsvorgang erfolgt bei 900 bis 1.200 Grad und dauert je nach Körpergewicht rund zwei bis drei Stunden. Metalle wie Zahnfüllungen oder Prothesen bleiben erhalten und werden bei der Ascheaufbereitung aussortiert und für karitative Zwecke gespendet oder in die Urne mit eingebettet. 

Voraussetzung für die Kremierung ist die eindeutige Identifizierung des Leichnams sowie die ärztliche Bestätigung der Todesursache — inklusive der zweiten, gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchung im Krematorium. Von der Abholung bis zur Übergabe der Urne vergeht in etwa eine Woche, abhängig von Auslastung des Krematoriums, Art der Trauerfeier und Bestattungsort.

Welcher Sarg ist für die Feuerbestattung nötig?

Auch bei der Feuerbestattung besteht in Österreich eine Sargpflicht: Eine Kremierung darf nur mit einem Sarg durchgeführt werden. Der sogenannte Kremationssarg ist meist geleimt und nicht verschraubt, damit der Sarg bei der Verbrennung vollständig eingeäschert wird. Er besteht aus einfachem Holz und ist meist nicht so kunstvoll verziert wie ein Sarg für eine Erdbestattung. Bei der Auswahl des Sarges sollte jedoch eine mögliche Sargaufbahrung samt Trauerfeier vor der Kremation berücksichtigt werden.

Urnen in verschiedenen Farben und Formen, die auf Wandregalen plaziert sind.

Urnen für Urnen­bestattungen

Nach der Einäscherung wird die Asche zunächst in eine schlichte Aschekapsel gefüllt und fest verschlossen. Diese wird danach üblicherweise in eine sogenannte Schmuck- oder Bestattungsurne gesetzt – erhältlich in vielen Materialien wie Holz, Metall oder Keramik und mit unterschiedlichsten Motiven. Für Naturbestattungen gibt es biologisch abbaubare Urnen, für Wasserbestattungen Urnen aus wasserlöslichen Materialien wie Pappmaché oder Zellulose.

Bestattungs­vorsorge treffen 

Bereits zu Lebzeiten können Sie für Ihre eigene Feuerbestattung vorsorgen und eine Bestattungsvorsorge abschließen. Entlasten Sie damit Ihre Hinterbliebenen bei Planung und Detailfragen zur Bestattung und sorgen Sie auch finanziell für eine Bestattung vor.

Feuerbestattung in Wien

In Wien richtet die Bestattung Himmelblau Feuerbestattungen mit persönlicher Beratung und einem umfassenden Leistungsangebot aus. Wichtig zu wissen: Wer die Urne nach der Einäscherung zu Hause aufbewahren möchte, benötigt dafür eine Genehmigung der MA 40. Bei einer Mietwohnung ist zudem das Einverständnis des Vermieters notwendig. Unser Team in Wien berät Sie gerne rund um die Uhr zu allen Details.

Feuerbestattung in Graz

Auch in Graz und Umgebung steht Ihnen das Team der Bestattung Himmelblau zur Seite. Die Trauerfeier kann hier zusätzlich im hauseigenen Memorium abgehalten werden — einem besonders offenen Ort für Personen mit oder ohne religiöse Konfession. Wer die Urne nach der Einäscherung zu Hause aufstellen oder im Garten beisetzen möchte, benötigt eine Genehmigung des Magistrats Graz bzw. der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde.

Feuerbestattung in Niederösterreich

Bestattung Himmelblau begleitet Sie bei einer Feuerbestattung in Niederösterreich persönlich und umfassend. Neben einer Bestattung am Friedhof sind auch zahlreiche Naturbestattungsformen möglich, so wie etwa eine Weinreben- oder Rosenstockbestattung oder eine Donaubestattung. Wer die Urne zuhause aufbewahren möchte, benötigt dafür einen Antrag bei der zuständigen Gemeinde. Die Genehmigung wird in der Regel erteilt, sofern der gewählte Ort dem öffentlichen Anstand entspricht und ein pietätvolles Umfeld bietet. Unser Team in Niederösterreich berät Sie gerne zu den Möglichkeiten und allen notwendigen Schritten.

Welche Traditionen gibt es weltweit bei der Feuerbestattung?

Feuerbestattungen zählen weltweit zu den ältesten Bestattungsarten. In Europa war über Jahrhunderte hinweg die Erdbestattung vorherrschend – bedingt durch die christliche Kirchentradition, die die Feuerbestattung bis ins 20. Jahrhundert untersagte. Evangelische und katholische Gemeinden gestatten sie mittlerweile, während sie in der orthodoxen Kirche bis heute nicht zugelassen ist.

Ein bekanntes historisches Beispiel liefern die Wikinger, die verstorbene Krieger per Verbrennung beisetzten. In anderen Teilen der Welt – etwa im Hinduismus und Buddhismus im asiatischen Raum – ist die Feuerbestattung seit jeher die vorherrschende Bestattungsform. Im Judentum und im Islam hingegen ist sie bis heute nicht anerkannt, da die Verbrennung dort dem Gedanken der Würdigung der Toten widerspricht.

Podcast „Erzähl mir vom Tod“

Hören Sie mehr zu Begräbniskosten im Podcast der Bestattung Himmelblau – in sechs Folgen sprechen Mitarbeitende offen über ihre Arbeit, ihre Erfahrungen und die vielen Fragen, die rund um den Abschied entstehen.

Häufige Fragen zur Feuerbestattung in Österreich

Die Kosten für eine Feuerbestattung in Österreich liegen in der Regel zwischen 2.000 und 4.500 Euro. Der finale Preis hängt vom gewählten Kremationssarg, dem Urnenmodell sowie der Art der Trauerfeier und Beisetzung ab. Durch den Entfall aufwendiger Grabpflege ist die Feuerbestattung meist kostengünstiger als eine Erdbestattung.

Die Einäscherung ist ein unumkehrbarer Schritt, weshalb spätere molekulargenetische Untersuchungen oder Exhumierungen ausgeschlossen sind. Zudem lehnen einige Religionsgemeinschaften wie das Judentum, der Islam oder die Orthodoxie die Verbrennung weiterhin ab. Auch die Möglichkeit einer Aufbahrung am offenen Sarg entfällt, sofern die Trauerfeier erst nach der Kremierung stattfindet.

Ja, das Aufbewahren der Urne in den eigenen vier Wänden oder die Beisetzung im privaten Garten ist in Österreich möglich. Dafür benötigen Angehörige eine behördliche Genehmigung der zuständigen Gemeinde oder Bezirksverwaltungsbehörde (in Wien beispielsweise die MA 40). Ein Bestattungsunternehmen unterstützt Sie bei der Antragstellung und Einhaltung aller gesetzlichen Auflagen.

Nach der Totenbeschau und einer zweiten Untersuchung im Krematorium wird der Leichnam in einem speziellen Kremationssarg eingeäschert. Ein feuerfester Schamottestein garantiert dabei die Verwechslungssicherheit der Asche. Anschließend wird die Aschekapsel verschlossen und im Rahmen der gewählten Trauerfeier auf dem Friedhof oder in der Natur beigesetzt.

Verstorbene werden im Krematorium grundsätzlich vollständig bekleidet eingeäschert. Hinterbliebene können persönliche Lieblingskleidungsstücke der verstorbenen Person oder ein klassisches Sterbegewand auswählen. Sämtliche Textilien und Sargbeigaben müssen aus Umweltschutzgründen aus leicht brennbaren Naturfasern bestehen.

Der Einäscherungsprozess dauert bei Temperaturen zwischen 900 °C und 1.200 °C etwa 2 bis 3 Stunden. Die genaue Dauer richtet sich vor allem nach dem Körpergewicht der verstorbenen Person sowie der Holzdichte des Kremationssarges. Nach der Auskühlung und Aufbereitung wird die verbliebene Asche in die Kapsel gefüllt.

Wir sind für Sie da

Wir beraten Sie im Trauerfall rund um die Uhr zur Feuerbestattung.

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