Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Begräbnis?
- Was ist der Unterschied zwischen Begräbnis, Bestattung und Beisetzung?
- Wer muss das Begräbnis in Österreich organisieren?
- Begräbnis planen – Ein Leitfaden
- Ablauf auf einem Begräbnis
- Unterschiedliche Bestattungsarten für Begräbnisse
- Was kostet ein Begräbnis?
- Religiöse und weltliche Begräbnisse
- -Christliche Bestattung
- -Jüdische Bestattung
- -Islamische Bestattung
- -Orthodoxe Bestattung
- -Weltliche Bestattung
verfasst von
- Sarah Postl
– Lesezeit:
Minuten
Nach einem Todesfall müssen meistens nahe Angehörige das Begräbnis planen. Hierfür sind einige Entscheidungen und Vorbereitungen zu treffen. Ein Begräbnis zu planen kann für viele Angehörige eine zusätzliche Belastung bedeuten. Hier finden Sie einen Leitfaden, der Sie bei der Planung unterstützen und häufig gestellte Fragen klären soll.
Was ist ein Begräbnis?
Ein Begräbnis ist die Beisetzung von Sarg oder Urne in einem Grab. In Österreich wird im alltäglichen Sprachgebrauch meist die gesamte Zeremonie samt Trauerfeier, Zug zum Grab, Beisetzung im Grab und Leichenschmaus als Begräbnis bezeichnet.
Was ist der Unterschied zwischen Begräbnis, Bestattung und Beisetzung?
Heutzutage werden die Begriffe Begräbnis, Bestattung und Beisetzung weitgehend synonym verwendet und bezeichnen die Überführung des Leichnams oder der Asche eines Verstorbenen an einen endgültigen Ort, sei es unter der Erde oder in der Natur. Früher unterschied man zwischen Begräbnis und Beerdigung, die beide Erdbestattungen betrafen, während der Begriff Beisetzung speziell die Bestattung der Urne nach einer Feuerbestattung bezeichnete.
Wer muss das Begräbnis in Österreich organisieren?
Für die Organisation eines Begräbnisses sind die nächsten Angehörigen wie Ehepartner, Kinder, Eltern oder Geschwister verantwortlich. Da in Österreich Bestattungspflicht besteht, ist nach einem Todesfall auf jeden Fall ein Begräbnis auf einem gewidmeten Friedhof notwendig. Nicht vorgeschrieben ist allerdings in welcher Form das Begräbnis geplant wird. Hier reichen die Möglichkeiten von einer großen gemeinsamen Abschiedsfeier bis hin zur anonymen Bestattung ohne Beisein von Trauergästen.
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Begräbnis planen – Ein Leitfaden
Ein Begräbnis zu planen, bedeutet meist, dass viele Entscheidungen getroffen werden müssen. Eines vorweg: Sie sind in diesem gesamten Prozess nicht allein! Wir begleiten Sie als Ihr Bestattungsunternehmen in jedem Schritt und unterstützen Sie, wo Sie es wünschen.
Welche Entscheidungen Sie bei der Planung eines Begräbnisses bedenken müssen, sehen Sie hier:
Der Todesfall tritt ein
- Rettung & Bestattung verständigen: Der erste Schritt nach einem Todesfall ist immer einen Arzt oder eine Ärztin und Ihre Bestattung zu verständigen, egal, ob der Todesfall zu Hause, im Spital oder an einem anderen Ort eingetreten ist. Wir besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen und kümmern uns um die nächsten Schritte.
- Ist eine Überführung notwendig?
Wenn der Verstorbene nicht in der Stadt gestorben ist, in der auch das Begräbnis stattfinden soll, ist eine Überführung notwendig. - Hat die verstorbene Person eine Vorsorge abgeschlossen?
Eine Bestattungsvorsorge kann Hinterbliebenen eine große Hilfe sein, um ein Begräbnis zu planen. Evt. hat die verstorbene Person Sie vor Ihrem Ableben von einer solchen Vorsorge informiert und Ihnen einen Kontakt hinterlassen. Auch bei der Bestattung selbst können Sie nachfragen, ob eine Vorsorge abgeschlossen wurde. - Dokumente bereithalten: Organisieren Sie die wichtigsten Dokumente wie z.B. Geburtsurkunde, damit eine Sterbeurkunde ausgestellt werden kann.
Erste Schritte nach dem Todesfall
Abholung und Versorgung des Leichnams
Nun übernimmt das Bestattungsunternehmen die Versorgung des Leichnams. Folgende Prozesse laufen nun im Hintergrund ab, während Sie sich damit beschäftigen können die genauen Abläufe von Trauerfeier und Bestattung zu organisieren:
- Abholung oder Überführung vom Sterbeort
- Aufbewahrung & Kühlung durch Bestattung
- Waschung, Ankleiden & Einbettung im Sarg: Wenn Sie spezielle Kleidung für den Verstorbenen bereitstellen wollen, können Sie diese bei uns vorbeibringen.
- Evt. Kremation & Aufbewahrung der Urne
Das Begräbnis planen
Bei der Planung eines Begräbnisses werden Sie Entscheidungen in folgenden Bereichen treffen müssen:
Bestattungsarten
Die Entscheidung für eine Bestattungsart steht meist an erster Stelle. Je nachdem, ob Sie sich für eine Erdbestattung, Feuerbestattung oder Naturbestattung entscheiden, wird die Planung entsprechend angepasst.
Parten & Gedenkbilder
Bei der Gestaltung von Drucksorten werden Text, Bild und Design ausgesucht. Die Gestaltung und der Druck sollten zeitgerecht gemacht werden, damit die Parten vor dem Begräbnis ausgeschickt werden können.
Trauerfeier gestalten
Die Trauerfeier kann von klein und intim bis groß und umfangreich geplant werden. Dabei spielen die Menge der eingeladenen Menschen und Programmpunkte der Feier wie Reden, Rituale und Musik eine Rolle.
Religiöse oder weltliche Bestattung
Ist die verstorbene Person religiös gewesen oder hat einer Religionsgemeinschaft angehört, ist es üblich, ein Begräbnis innerhalb der traditionellen religiösen Riten zu planen. In dem Fall leitet ein religiöser Würdenträger durch Zeremonie und Trauerfeier. Aber auch eine weltliche Bestattung ohne religiöse Riten mit einem Trauerredner oder Beiträgen von Angehörigen kann zum würdigen Abschied werden. In jedem Fall werden mit der Person, die durch das Begräbnis leitet, vorher Wünsche zur Gestaltung der Feier besprochen.
Art des Blumenschmucks
Wünschen Sie Blumenschmuck oder einen Kranz für Sarg oder Urne? Auch einzelne Blumen können für das Begräbnis organisiert werden, um diese ins Grab mitzugeben.
Podcast "Erzähl mir vom Tod"
Mehr zur Planung des Begräbnis hören Sie in Folge 3 des Bestattung Himmelblau-Podcast – in sechs Folgen sprechen Mitarbeitende offen über ihre Arbeit, ihre Erfahrungen und die vielen Fragen, die rund um den Abschied entstehen.
Ablauf auf einem Begräbnis
Der Ablauf einer traditionellen Beerdigung kann ungefähr so aussehen:
- Eintreffen der Trauergemeinschaft (am besten 15-30 Minuten vor Beginn der Trauerfeier)
- Aufbahrung & Stille Trauerzeit
- Begrüßung durch Geistlichen oder Trauerredner
- Musikalische Untermalung
- Trauerrede(n)
- Abschied durch Angehörige
- Abschiedsritual wie Kerzen anzünden, Botschaft schreiben etc.
- Zug von Aufbahrungshalle zum Grab
- Beisetzung von Sarg/ Urne im Grab
- Einsegnung und letzte Worte am Grab
- Verabschiedung durch Trauergemeinde am Grab (Beigabe von Blumen oder Asche ins Grab)
- Kondolieren der Angehörigen
- Leichenschmaus
Eigenes Begräbnis planen mit Bestattungsvorsorge
Die Planung einer Bestattung kann für Angehörige eine emotionale und stressvolle Aufgabe sein. Mit einer Bestattungsvorsorge können Sie Ihr Begräbnis selber planen, die Bestattungsart und inhaltliche Wünsche festlegen und auch finanziell vorsorgen.
Unterschiedliche Bestattungsarten für Begräbnisse
Bei der Planung einer Bestattung können Sie aus verschiedenen Bestattungsarten wählen. Die üblichsten Arten sind Erdbestattung und Feuerbestattung, aber auch alternative Bestattungen wie Baumbestattung oder Edelsteinbestattung werden immer beliebter.
Die Erdbestattung bezeichnet meist das klassische Begräbnis in Österreich und hat eine lange Tradition. Dabei wird die verstorbene Person in einen Sarg gebettet und in einem Erdgrab beigesetzt. In der Regel findet vor der Bestattung eine Trauerfeier statt, die von den Hinterbliebenen gestaltet werden kann.
Feuerbestattung
Bei einer Feuerbestattung wird der Leichnam des Verstorbenen in einem Krematorium verbrannt. Anschließend wird die Asche in eine Urne eingebettet und kann danach auf mehrere Arten beigesetzt werden: von einer Naturbestattung über die Urne zu Hause bis zur Urnenbestattung am Friedhof und Edelsteinbestattung.
Baumbestattung
Die Baumbestattung ist eine beliebte Art der Naturbestattung. Dabei wird die Urne mit der Asche der verstorbenen Person an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt und kann dort in das Erdreich übergehen. Als Erinnerungsstätte bleibt ein Platz in der Natur.
Eine Naturbestattung ist eine wunderschöne, alternative Bestattungsform und bietet einen vielseitigen, naturverbundenen Abschied. Der Verstorbene wird nach der Kremierung inmitten der Natur beigesetzt – auf einem Waldfriedhof in Form einer Baumbestattung oder als Donaubestattung.
Edelstein- & Diamantbestattung
Eine Edelstein- oder Diamantbestattung gibt Hinterbliebenen die Möglichkeit, den Verstorbenen als Erinnerungsstein für Generationen zu bewahren. Nach der Kremierung wird ein Teil der Asche aufbereitet und lässt ein edles Schmuckstück entstehen.
Donaubestattung
Bei der Donaubestattung wird das Wasser selbst zur ewigen Erinnerungsstätte. Die Asche des Verstorbenen wird in einer speziellen Urne dem Wasser übergeben. Das Material löst sich nach einiger Zeit auf und gibt der Asche den Weg in den natürlichen Wasserkreislauf frei.
Was kostet ein Begräbnis?
Bei der Planung eines Begräbnisses sind auch die Kosten ein wichtiger Faktor. Je nach Bestattungsart kommen unterschiedliche Kosten auf Sie zu:
- Erdbestattung ab 5.000 €
- Feuerbestattung ab 2.000 €
- Naturbestattung ab 3.500 €
Bestattungskosten setzen sich aus vielen einzelnen Leistungen zusammen, die vom Bestattungsunternehmen und von Drittanbietern wie Friedhof oder Steinmetz geleistet werden. Ein seriöses Bestattungsunternehmen wird alle Kostenpunkte transparent mit Ihnen besprechen und in der Planung Ihr Budget berücksichtigen.
Wie kann ich ein günstiges Begräbnis planen?
Je nach Vorstellung und dem Budget angemessen, lassen sich auch kostengünstig würdevolle Bestattungen organisieren. Denn wenn Sie eine Beerdigung planen, gibt es besonders bei der Wahl der Bestattungsform und der Gestaltung der Trauerfeier einige Punkte, wo Sie Geld sparen können. Sind Ihre finanziellen Mittel extrem begrenzt, gibt es unter gewissen Bedingungen auch die Möglichkeit einer Sozialbestattung.
Unterstützung & Trauerhilfe bei einem Begräbnis
Das Begräbnis eines geliebten Menschen kann sehr belastend sein. Neben der tiefen Trauer gehen oft auch Unsicherheit, Angst und Beklemmung mit der bevorstehenden Beerdigung einher. Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es völlig in Ordnung, Hilfe anzunehmen und sich Unterstützung zu holen.
Religiöse und weltliche Begräbnisse
Wenn Sie ein Begräbnis planen, ist eine grundlegende Frage, ob Sie eine religiöse oder weltliche Trauerfeier feiern wollen.
Christliche Bestattung
Christliche Bestattungen unterscheiden sich leicht zwischen katholischen und evangelischen Trauerfeiern. Typischerweise beinhalten sie eine Trauerfeier und eine kurze Beisetzungszeremonie am Grab. Vor oder während der Trauerfeier kann die verstorbene Person offen oder geschlossen aufgebahrt werden. Bei Feuerbestattungen erfolgt die Einäscherung oft nach der Trauerfeier; die Urnenbeisetzung findet dann einige Tage später statt. Während früher Urnenbestattungen im Christentum weniger üblich waren, werden Feuerbestattungen heute zunehmend akzeptiert.
Jüdische Bestattung
Bei einer jüdischen Bestattung ist es üblich, die verstorbene Person schnell zu beerdigen, da die Seele den Körper erst nach der Beisetzung verlassen kann. Der bzw. die Verstorbene wird traditionell in ein weißes Totenhemd gekleidet und in einem einfachen Holzsarg beigesetzt. Ein Rabbiner hält die Trauerrede und auf Blumenschmuck und Musik wird eher verzichtet, das Singen ist jedoch erlaubt. Die Chewra Kadischa, eine heilige Bruderschaft, organisiert die Bestattung, sodass die Angehörigen entlastet sind.
Islamische Bestattung
Muslime beerdigen ihre Toten normalerweise am Tag des Todes. Traditionell wird der Leichnam bei einer islamischen Bestattung in Leinentücher gehüllt und ohne Sarg beigesetzt, wobei der Kopf nach Mekka ausgerichtet ist. Da in Österreich Sargpflicht besteht, wird meist ein Weichholzsarg verwendet. Feuerbestattungen sind im Islam verboten.
Orthodoxe Bestattung
In den christlich-orthodoxen Kirchen ist die Erdbestattung die einzig akzeptierte Form der Beisetzung. Diese Tradition beruht auf dem Glauben an die Auferstehung. Feuerbestattungen sind im Zuge einer orthodoxen Bestattung nicht üblich, da diese mit den Riten nicht vereinbar sind und üblicherweise nicht von orthodoxen Geistlichen durchgeführt werden.
Weltliche Bestattung
Nicht-religiöse Bestattungen werden oft gewählt, wenn die verstorbene Person keiner Religion angehörte oder nicht gläubig war. Diese Art der Bestattung verzichtet auf religiöse Zeremonien und wird von einem weltlichen Trauerredner oder einer weltlichen Trauerrednerin geleitet. Die Bestattung kann als Erd- oder Feuerbestattung erfolgen und ist individuell gestaltbar, ohne an religiöse Bräuche gebunden zu sein.
WIR SIND FÜR SIE DA
Egal, ob Sie sich gerade in der Situation befinden eine Bestattung planen zu müssen oder, ob Sie einfach Informationen zu einzelnen Elementen einer Beerdigung benötigen: Wir stehen Ihnen zur Seite!