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Soziales Engagement
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Jüdische Bestattung

Im Judentum wird den Verstorbenen höchster Respekt gezollt. Die Totenwache ist ein fester Bestandteil der Bestattung – Verstorbene werden vom Tod bis zum Zeitpunkt der Beerdigung begleitet. Es ist üblich, den Verstorbenen zu waschen und ihn in ein weißes Gewand, den Tallit zu kleiden. Oft wird den Verstorbenen ein Säckchen mit Erde aus Israel unter das Kissen gelegt.


Beerdigungsrituale im Judentum


Das Judentum schreibt Erdbestattungen vor. Die Bestattung soll möglichst schnell erfolgen, spätestens nach 3 Tagen. In Israel werden Verstorbene in Leinentücher gewickelt, in Österreich ist die Verwendung eines Sarges vorgeschrieben. Den Toten zum Grab zu tragen gilt als „Mitzwa“, als gute Tat. Beim Absenken des Sarges wird zum Abschied die „Hesped“ gebetet. Die männlichen Anwesenden sprechen das Kaddisch-Gebet, sobald der Sarg vollständig mit Erde bedeckt ist. Danach reißen sich die Trauergäste ein Stück von der Kleidung ab, als Zeichen der Trauer. Heutzutage wird oft ein Bändchen an der Kleidung angebracht, das abgerissen wird.


Jüdische Friedhöfe in Wien


Im Judentum gilt der „Ort der Gräber“ neben der Synagoge zum wichtigsten Ort. Jüdische Friedhöfe dürfen nicht verbaut, verlegt oder anderweitig genutzt werden. Der Alte Jüdische Friedhof befindet sich seit 1877 beim 1. Tor des Wiener Zentralfriedhofs. Hier finden sich prachtvolle Grabdenkmäler und Ehrengräber. Weitere jüdische Friedhöfe befinden sich in Währing und in Floridsdorf.
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