Urnen­beisetzung: Ablauf, Kosten und Infos

Urnenbestattung: Ablauf von Bestattung & Abschied

Planung & Kremierung:

  • Überführung des Leichnams
  • Planung der Bestattung
  • Optional: Verabschiedung am Sarg
  • Kremation & Einbettung der Asche in eine Urne

Trauerfeier & Urnenbeisetzung:

  • Gemeinsame Trauerfeier mit Aufbahrung der Urne

  • Weg zum Grab

  • Abschied am Grab und Beisetzung der Urne

  • Kondolieren

  • Optional: Leichenschmaus und gemeinsames Gedenken

Wie lange dauert eine Urnenbeisetzung?

Die Gesamtdauer einer Urnenbestattung – vom Todesfall bis zur Beisetzung im Grab – dauert im Durchschnitt 1 bis 3 Wochen. Die Zeit zwischen Kremierung und Beisetzung mit Trauerfeier kann je nach Wunsch der Angehörigen länger oder kürzer sein. So bleibt genügend Zeit zum Planen und Organisieren.

 

Zeremonie und Beisetzung der Urne dauern ungefähr 60-90 Minuten. Trauerfeier und Aufbahrung der Urne dauern meist ungefähr 1 Stunde. Der Weg zum Grab, das Einbetten der Urne und letzte Worte am Grab nehmen ungefähr 30 Minuten in Anspruch. Je nach Gestaltung des Abschieds und Größe der Trauergemeinde kann die Dauer aber variieren.

Urnenbeisetzung mit Bestattung Himmelblau

Im Rahmen einer Feuerbestattung können Sie mit Bestattung Himmelblau eine Urnenbeisetzung planen.

Wo findet eine Urnenbeisetzung statt?

Bei Urnenbegräbnissen gibt es mehrere Möglichkeiten der Begräbnisstätte. Denn genauso vielseitig wie die Feuerbestattung sind auch die Wahlmöglichkeiten der letzten Ruhestätte bei einer Urnenbestattung:

  • Herkömmlicher Friedhof: Auf vielen Friedhöfen gibt es neben den traditionellen Erdgräbern für Särge auch Gräber für Urnen. Diese sind meist kleiner und günstiger. Je nach Friedhöfen gibt es auch Urnennischen, Stelen oder Kolumbarien zur Beisetzung von Urnen.

  • Naturfriedhof: Eine Urnenbestattung kann auch im Rahmen einer Naturbestattung auf einem Naturfriedhof stattfinden. In einer biologisch abbaubaren Urne kann die Urne bei einem Baum oder auf einer Wiese beigesetzt werden und so in die Natur übergehen.
  • Gewässer: Wenn man eine Donaubestattung oder Seebestattung möchte, findet die Urnenbeisetzung direkt am Wasser statt. Die Urne, die sich im Wasser komplett auflöst, wird bei der Zeremonie dem Wasser übergeben.
  • Urne zu Hause: In Österreich kann unter bestimmten Voraussetzungen die Urne zu Hause aufbewahrt werden. So kann die Asche der Verstorbene im eignen Zuhause oder Garten die letzte Ruhe finden.

Was passiert bei der Einäscherung?

Bei einer Einäscherung oder Kremierung wird der Leichnam in einem Sarg in den Kremationsofen geschoben und verbrannt.

Ablauf im Krematorium Schritt für Schritt

  1. Der Verstorbene wird im Krematorium entgegengenommen und gekühlt.
  2. Vor der Einäscherung wird der Leichnam nochmals von Arzt oder Ärztin untersucht und anschließend zur Verbrennung freigegeben.
  3. Nun wird der Leichnam eingekleidet und in einen passenden Sarg gebettet. Auch Grabbeigaben können nun beigelegt werden. Sowohl Kleidung als auch Sarg und Grabbeigaben müssen gewisse Kriterien erfüllen: Alles muss bei der Kremierung vollständig zerfallen und darf keine Rückstände hinterlassen oder gefährliche Dämpfe erzeugen.
  4. Optional kann sich die Familie nun vom Sarg verabschieden und auch bei der Kremierung dabei sein.
  5. Der Sarg wird in den Verbrennungsofen geschoben und bei bei Temperaturen zwischen ca. 900 und 1200 Grad Celsius eingeäschert. Der Kremationsprozess dauert ca. 2 Stunden je nach Größe und Beschaffenheit der Verstorbenen.
  6. Nach dem Verbrennen fällt die Asche im Kremierungsofen in ein vorgesehenes Behältnis. Die Asche und alle Überreste kühlen aus, werden eingesammelt und in eine Aschekapsel gebettet. Zusätzlich wird auch der individuelle Schamottstein beigefügt.
  7. Die Aschekapsel wird beschriftet und in eine Überurne gebettet. Nun wird Sie dem Bestatter für die Trauerfeier und Urnenbeisetzung übergeben.

Woraus besteht die Asche nach der Kremierung?

Die Überreste nach der Verbrennung bestehen aus mineralischen Bestandteilen von Sarg, Gewand und menschlichen Überresten wie den Knochen. Da die Knochen beim Verbrennen nicht vollständig zerfallen, werden Knochenfragmente nach der Abkühlung gemahlen und in die Aschekapsel eingebracht. Auch Kremationsrückstände wie medizinische Implantate und sonstige Metalle bleiben zurück. Kremationsrückstände werden in der Regel nach dem Kremationsprozess von der Asche getrennt und wenn möglich, wiederverwertet. Die Erlöse werden von den Krematorien für karitative Zwecke gespendet.

Trauerfeier bei einer Urnenbestattung

Trauernde haben bei der Trauerfeier einer Urnenbestattung zwei Möglichkeiten:

 

  • Verabschiedung am Sarg vor der Kremierung
  • Verabschiedung und Aufbahrung der Urne

 

Bei einer Urnenbeisetzung ist die Aufbahrung der Urne in einer Verabschiedungshalle möglich. Die Urne wird meist mit Blumenschmuck und Bild der Verstorbenen aufgestellt und für die Trauergemeinde zum Abschied aufgebahrt. Auch dieser Abschied kann ganz individuell gestaltet werden: Ob mit Musik, Gedichten, Trauerrede und Ritualen oder ganz schlicht und einfach. Auch direkt am Urnengrab kann die Verabschiedung ausgerichtet werden.

Vorteile und Nachteile einer Urnenbeisetzung

Vorteile
Nachteile

Urnenbestattung in Österreich: Kosten

Bei einer Urnenbeisetzung sind Kosten durchschnittlich etwas geringer als bei einer Erdbestattung. Die Kosten setzen sich aus den Bestatterleistungen und den Fremdleistungen zusammen. Bestatterleistungen umfassen u.a. die gesamte Betreuung durch Bestatter und Organisation der Urnenbeisetzung. Zu den Fremdleistungen zählen z.B. die Services des Krematoriums und des Friedhofs. Alle Kosten werden jedoch gesammelt über Ihre Bestattung abgerechnet.

Urnenbeisetzung im vorhandenen Grab für Särge

In Österreich ist es üblich eine Urne in einem bereits vorhandenen Sarggrab beizusetzen. Das ist vor allem dann relevant, wenn z.B. ein Familiengrab vorhanden ist, das für mehrere Särge ausgelegt ist. Entscheidet sich ein Familienmitglied aber für eine Feuerbestattung, kann die Urne üblicherweise trotzdem in dem Grab beigesetzt werden.

 

Folgende Aspekte sollte man bedenken, wenn man eine Urne in einem Sarggrab beisetzen möchte:

 

  • Friedhofsordnung: Vor jeder Beisetzung, egal ob Urne oder Sarg, muss geprüft worden, ob das vorhandene Grab passend ist. Informieren Sie sich im Zweifelsfall bei der Friedhofsverwaltung, ob ihr Grab für Urnenbeisetzungen geeignet ist.

  • Grabart: Je nach Grabart und Größe des Grabs ist es möglich Urnen beizusetzen. Bei schmalen Gräbern wie einem Reihengrab ist oft nicht genug Platz für Urnen.
  • Grabnutzungsrecht: Wichtig ist, dass das Nutzungsrecht für das vorhandene Grab aktuell ist und nicht abgelaufen ist. Eventuell muss das Nutzungsrecht für ein weiteres Begräbnis verlängert werden.
  • Platzierung: Abhängig vom Grab, können Urnen auf einem bereits beigesetzten Sarg gestellt werden oder in einem eigenen Bereich für Urnen gebettet werden.

Urnenmodelle & Schmuckurnen für Urnenbestattungen

Für eine Urnenbestattung gibt es eine große Auswahl an so genannten Überurnen oder Schmuckurnen: Sowohl bei der Gestaltung mit Mustern und Aufdrucken als auch bei Materialien von Metall über Keramik und Stein bis Holz. Heute gibt es auch die Möglichkeit eine Urne selbst zu gestalten und zu bemalen. Für Naturbestattungen sind Urnen aus biologisch abbaubaren Materialien wie Zellulose oder Salzkristallen gefertigt.

Urnenbeisetzung: Blumen und Grabschmuck

Bei einer Urnenbestattung spielen Blumen eine ebenso wichtige Rolle wie bei jeder anderen Trauerfeier. Die Gestaltung mit Blumen und Gestecken dient als tröstliches Symbol der Verbundenheit, des Lebens und der Vergänglichkeit. Für Urnen gibt es spezielle Urnenkränze, die die Schmuckurne stilvoll umrahmen oder direkt davor platziert werden. Im Gegensatz zur Sargbestattung sind die Gestecke oft kleiner und kompakter und an die Form der Urne angepasst.

Welche Blumen können Trauergäste mitnehmen?

Die Trauergemeinde nimmt zur Urnenbestattung meist kleine Sträuße oder einzelne Blumen mit. Diese können entweder ins offene Grab mitgegeben oder nach der Beisetzung am Grab platziert werden. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie Blumen zur Urnenbeisetzung mitnehmen oder spenden sollen, fragen Sie die Angehörigen, was gewünscht ist.

Urnenbegräbnis mit Bestattungs­vorsorge

Eine Bestattungsvorsorge ermöglicht Ihnen, Ihre Bestattung selbst zu planen und zu finanzieren. So nehmen Sie Hinterbliebenen schwere Entscheidungen ab, von der Bestattungsart bis zur Lieblingsmusik, und können diese mit einer Vorfinanzierung entlasten.

Urnenbestattung in Wien

Bei einer Urnenbestattung in Wien haben Sie viele Möglichkeiten, denn in Wien gibt es mehrere Friedhöfe die Urnengräber, Urnenhallen oder Urnenwände anbieten. Die größte Begräbnisstätte für Urnen in Wien ist die Feuerhalle Simmering mit vielen Arten von Urnengräbern. In Wien finden Sie auch einige Naturfriedhöfe, wo naturverbundene Urnenbeisetzung möglich sind. Auch die Donaubestattung ist im Rahmen einer Urnenbestattung nahe Wien möglich. Mit einer behördlichen Genehmigung kann die Urne auch zu Hause aufbewahrt werden.

Urnenbestattung in Graz

In Graz ist der Urnenfriedhof der Feuerhalle der zentrale Ort für Urnenbeisetzung. Neben klassischen Urnengräbern und Urnennischen werden hier auch Naturbestattungen angeboten, etwa Baumbestattungen und Rasenbestattungen. In der Steiermark ist es außerdem erlaubt, nach Ansuchen beim Gesundheitsamt, die Urne zu Hause aufzubewahren oder auf einem privaten Grundstück beizusetzen.

Urnenbestattung St. Pölten

Urnenbeisetzungen werden in St. Pölten meistens über das städtische Krematorium am Hauptfriedhof durchgeführt. Dort gibt es alle neben den gängigsten Urnengräbern auch Urnenwände und Urnenhaine zur Beisetzung von Urnen. Naturbestattungen wie Baumbestattungen können im Klosterwald St. Pölten bei Schloss Ochsenburg oder der Naturbestattung Grüner Himmel Pyhra stattfinden.

Häufige Fragen zu Urnenbestattungen

Nach der Trauerfeier in der Kapelle oder Aufbahrungshalle wird die Urne zur Grabstätte geleitet. Am Grab spricht der Trauerredner oder religiöse Vertreter letzte Worte, dann wird die Urne ins Grab gebettet. Die Trauergäste nehmen Abschied, meist durch das Niederlegen einer einzelnen Blume oder etwas Erde.

Beim Urnengrab ist der Schmuck kleiner als bei Sarggräbern. Im Kolumbarium ist er stark reglementiert (kleine Vasen, Kerzen). Bei der Baumbestattung oder Waldbestattung ist aus Naturschutzgründen kein oder ausschließlich reglementierter Grabschmuck erlaubt.

Trauergäste bringen üblicherweise eine einzelne Blume oder einen kleinen Strauß mit. Manchmal wird in der Traueranzeige um eine Spende an eine wohltätige Organisation anstelle von Blumen gebeten. Im Zweifelsfall fragen Sie bei den Hinterbliebenen nach, was bei der Beisetzung gewünscht wird.

Die Gesamtkosten für eine Urnenbestattung in Österreich sind oft niedriger als für eine Erdbestattung. Sie liegen typischerweise zwischen € 4.000 und € 8.000, abhängig von den Friedhofsgebühren, der Art der Urne und dem Umfang der Trauerfeierlichkeiten.

- Trauerfeier & Aufbahrung der Urne
- Geleit zum Beisetzungsort
- Beisetzung der Urne in die Erde oder Nische
- Individueller Abschied der Trauergäste
- eventuell Leichenschmaus

Nach der Beisetzung tritt man einzeln ans Grab. Man verweilt kurz in stillem Gedenken. Als letzten Gruß legt man die mitgebrachte Blume oder eine Handvoll Erde in das Grab. Man beugt sich kurz und tritt dann beiseite.

Ja, das ist in Österreich nach einer Genehmigung durch die Behörden möglich. Man muss jedoch bei der zuständigen Gemeinde einen Antrag auf Aschenverfügung stellen und nachweisen, dass die Urne an einem würdigen, privaten Ort aufbewahrt wird.

WEITERE BESTATTUNGSARTEN

Eine Urne aus Ton, die von einem Lichtstrahl beleuchtet wird.

Urne zu Hause

Bei einer Urne zu Hause wird die Urne mit der Asche der/des Verstorbenen zu Hause aufbewahrt. Dazu ist eine behördliche Genehmigung der Wohnsitzgemeinde nötig.

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Pusteblumen im Sonnenaufgang.

Sternenkinder

Der Verlust eines Kindes gehört zu den tiefgreifendsten Erfahrungen, die Eltern durchleben können. Wenn ein Kind noch vor oder während der Geburt verstirbt, sprechen wir von einem „Sternenkind“.

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