Rund um die Feuerbestattung:
Ablauf, Kosten, Traditionen

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Was ist eine Feuerbestattung?

Von einer Feuerbestattung spricht man, wenn die menschlichen Überreste eines Verstorbenen verbrannt werden. Nach der Kremierung oder Einäscherung wird die Asche in eine Aschekapsel gebettet und kann dann auf vielfältige Art beigesetzt werden. Denn ein wesentliches Merkmal der Feuerbestattung ist die Vielfalt neuer Bestattungsformen und Beerdigungen nach der Einäscherung ─ von der Naturbestattung  über Edelsteinbestattung, Urnenbeisetzung bis zur Aufbewahrung der Urne zu Hause.

Die Feuerbestattung wird immer beliebter

Die Feuerbestattung ist eine der ältesten Bestattungsarten weltweit, doch in Österreich erst in den letzten Jahrzehnten auf dem Vormarsch. Bis ins 20. Jahrhundert war die Erdbestattung [Link auf Erdbestattung Ratgeber] in Österreich die einzig zulässige Bestattungsform im christlichen Glauben und somit auch im katholisch geprägten Österreich. Trotzdem gewinnt die Feuerbestattung mehr und mehr an Zuspruch.

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Vorteile und Nachteile einer Feuerbestattung

Es gibt viele Gründe, warum sich Menschen immer öfter für eine Feuerbestattung entscheiden. Zum einen ist die Einäscherung ein natürlicher Prozess, der im Sinne der Naturverbundenheit Trost gibt. Eine Urne beansprucht zudem um einiges weniger Platz im Erdreich als ein Sarg. Auch religiöse Rituale und Traditionen rund um eine klassische Erdbestattung haben heute einen geringeren Stellenwert. Die Feuerbestattung gilt hingegen als moderne und zeitgemäße Alternative zur Erdbestattung.

Die vielen Möglichkeiten der Bestattung nach einer Kremierung ─ von einer Baumbestattung bis zum Pressen eines Diamanten aus der Asche des Verstorbenen ─ sagen den Menschen zu. Sie ermöglichen eine sehr individuelle Bestattungsform.

Ablauf einer Feuerbestattung

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Abholung durch den Bestatter

Der Leichnam wird nach eintreten des Todes in einer Totenbeschau ärztlich untersucht. Bei diesem verpflichtenden Schritt wird die Todesursache festgestellt und danach die Sterbeurkunde ausgestellt. Anschließend wird der Verstorbene vom Bestatter abgeholt, gewaschen, angekleidet und in den Kremationssarg eingebettet. Der Bestatter überstellt den Sarg zum Krematorium.

Einäscherung

Im Krematorium wird der der Leichnam nochmals ärztlich untersucht. Diese zweite Untersuchung durch einen Arzt ist gesetzlich vorgegeben und Voraussetzung für die Kremierung. Danach wird der Sarg mit dem Verstorbenen mit einem einzigartigen Schamottestein versehen und in die Feuerkammer geschoben. Der Schamottestein ist feuerbeständig und ermöglicht eine eindeutige Identifikation der Asche. Nach der Kremierung wird die Asche in eine Aschekapsel mit dem Schamottestein eingebettet, verschlossen und beschriftet. Der Bestatter holt die Urne danach wieder ab.

Trauerfeier und Beisetzung

Die Verabschiedung im Zuge einer Feuerbestattung ist sehr individuell und der Ablauf unterscheidet sich je nach Bestattungsart. Auf einem Friedhof kann die Urne vor der Beisetzung in einer Aufbahrungshalle aufgebahrt werden. Bei der Verabschiedung kann eine Trauerrede von Priester oder weltlichem Redner gehalten werden, Musik gespielt und gemeinsam gebetet werden. Anschließend wird die Urne ähnlich wie bei einer Erdbestattung zum Urnengrab geleitet. Dort findet die Beisetzung mit Abschiedsworten und persönlicher Verabschiedung der Trauergemeinde statt. Auf einem Naturfriedhof wird die Trauerfeier meist unter freiem Himmel abgehalten.

Nach der Beisetzung

Nachdem die Urne in das Grab gesetzt wurde, wird auch bei einer Feuerbestattung das Urnengrab, die Urnennische oder Stele verschlossen, wenn die Trauergemeinde abgezogen ist. Den nahen Verwandten wird kondoliert und das Beileid ausgedrückt. Auch hier sind ein Zusammensitzen und gemeinsames Essen in Form eines Leichenschmauses nach der Bestattung üblich.

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Wir bei der Bestattung Himmelblau richten Feuerbestattung in Wien aus. Mit persönlicher Beratung und einem Ohr für Ihre Anliegen beraten wir Sie zu unserem umfassenden Angebot.

Möglichkeiten der Beisetzung nach Einäscherung

Beisetzungsmöglichkeiten, Form und dementsprechend auch die Grabart für eine Feuerbestattung sind außerordentlich vielfältig.

  • Urnenbestattung am Friedhof: Die Urnenbestattung oder Urnenbeisetzung findet auf einem Friedhof statt und ist der Erdbestattung am ähnlichsten. Statt einem Sarg wird hingegen die Urne in das Grab gelassen. Jedoch gibt es auch hier unterschiedliche Grabarten. Nicht alle Formen der Urnengräber sind auf jedem Friedhof vorhanden.
  • Urnengrab: Das Urnengrab ist ein Erdgrab für Urnen. Es sieht ähnlich wie ein Sarggrab aus, ist jedoch wesentlich kleiner und kann bis zu 8 Urnen beinhalten. Für Urnengräber ist ebenso ein Grabstein vorgesehen.
  • Urnenwand oder Kolombarium: Bei einer Urnenwand wird die Urne in eine Grabnische gesetzt. Diese wird anschließend mit einer Urnengrabplatte ähnlich einem Grabstein beim Erdgrab versehen.
  • Urnenstele: Die Urnenstele ist eine Säule aus Stein oder Metall, in der eine oder mehrere Urnen bestattet werden können. Die Gestaltung ist, ähnlich wie bei einem Grabstein, sehr individuell möglich.
  • Tumba: Eine Tumba, auch Hochgrab genannt, ist ähnlich wie ein Sarkophag ein freistehendes Grab aus Stein.
    Urnengarten und Urnenhain: In einer grünen Umgebung werden Urnen unter Sträuchern und Bäumen am Friedhof beigesetzt.
  • Naturbestattung: Mit einer Naturbestattung lässt sich die Verbundenheit zum natürlichen Kreislauf des Lebens ausdrücken. Biologisch abbaubare Urnen werden am Naturfriedhof im Wald, auf der Wiese oder in Gewässern beigesetzt.
    • Waldbestattung
    • Seebestattung
    • Wiesenbestattung
    • Flussbestattung
    • Donaubestattung
    • Luftbestattung
  • Edelsteinbestattung & Diamantbestattung: Bei dieser außergewöhnlichen Art der Feuerbestattung wird ein Teil der Asche zu einem farbigen Edelstein oder einem weißen Diamanten verarbeitet. Dieser kann als Schmuck aufbewahrt werden. Der Rest der Asche wird in einer Urne am Friedhof beigesetzt.
  • Urne zu Hause: Eine Einäscherung ohne Bestattung ist mit der Urne zu Hause möglich. Die Feuerbestattung bietet die Möglichkeit die Urne mit der Asche des Verstorbenen zu Hause aufzustellen oder im eigenen Garten beizusetzen. Hierzu muss jedoch eine behördliche Genehmigung eingeholt werden. In Österreich sind die Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Bei Feuerbestattungen in Wien z.B. muss bei der MA40 Erlaubnis eingeholt werden.
  • Weltraumbestattung: Eine Weltraumbestattung ist eine der ausgefallensten Bestattungsarten. Dabei wird ein kleiner Teil der Asche per Rakete ins Weltall befördert und in eine Erdumlaufbahn gebracht. Die Wartezeiten sind jedoch sehr lang und die Kosten relativ hoch.
  • Verstreuen der Asche: Das Verstreuen der Asche eines Verstorbenen in der Natur oder im eigenen Garten ist in Österreich nicht gestattet. Denn in Österreich gibt es Friedhofszwang. Das bedeutet, dass menschliche Überreste nur auf einem Friedhof beigesetzt werden dürfen.

Varianten der Trauerfeier bei Feuerbestattung

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  • Die Verabschiedung im Zuge einer Feuerbestattung kann sehr flexibel und individuell gestaltet werden. Das betrifft sowohl den Zeitpunkt der Feier als auch die Gestaltung. Die Verabschiedung dauert in der Regel mindestens 20 Minuten, ist jedoch zeitlich nicht beschränkt.
  • Verabschiedung am Sarg im Krematorium: Hierzu gibt es in vielen Krematorien eigene Verabschiedungsräume, in denen sich die Trauergemeinde versammeln kann. Man kann mit einer Trauerrede, Gebeten und Gesang am Sarg Abschied nehmen. Anschließend wird der Sarg in die Feuerkammer geschoben. Die Beisetzung auf einem Friedhof findet dann zu einem späteren Zeitpunkt statt, üblicherweise einigen Tage danach und im kleinen Kreis.
  • Trauerfeier vor der Urnenbeisetzung: Bei einer Feuerbestattung ist auch eine Trauerfeier direkt vor der Beisetzung der Urne am Friedhof möglich. Auch hier sind die Gestaltungsmöglichkeiten mit oder ohne religiösen Ritualen, Musik, persönlichen Geschichten und Wünschen sehr vielseitig.
  • Trauerfeier zu späterem Zeitpunkt: Oft ist der Abschied von einem geliebten Menschen beinahe unerträglich und eine Abschiedszeremonie kurz nach dem Ableben scheint unmöglich. Bei einer Feuerbestattung haben sie die Möglichkeit eine Trauerfeier zu einem späteren Zeitpunkt nach der Kremierung abzuhalten. Der Bestatter kann die Urne mit der Asche des Verstorbenen bis zu drei Monate aufbewahren, bevor es zu einer Beisetzung in einem Urnengrab oder zu einer Übergabe der Urne kommt. Das gibt Ihnen Zeit das Geschehene zu verarbeiten und sich in Ruhe auf eine Verabschiedung vorzubereiten.

Kremierung & Krematorium

Bei einer Kremierung kommt es zur vollständigen Einäscherung eines Leichnams und des Sarges. Die Verbrennung wird bei 900 bis 1200 Grad in einem Kremierungsofen durchgeführt und dauert je nach Körpergewicht ungefähr 2-3 Stunden. Dabei werden alle organischen Materialien zu Asche verbrannt. Metalle wie Goldzähne oder Prothesen bleiben auch nach der Einäscherung über und werden bei der Ascheaufbereitung aussortiert, in die Urne miteingebettet oder den Hinterbliebenen übergeben.

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Wann darf eine Kremierung stattfinden?

Die erste Voraussetzung für eine Verbrennung vor der Bestattung ist eine eindeutige Identifizierung des Toten. Außerdem muss die Todesursache von einem Arzt im Krematorium bestätigt werden. Das bedeutet, dass es nicht nur eine ärztliche Untersuchung nach dem Tod gibt, sondern noch eine zweite im Krematorium. Auch eine Sterbeurkunde muss es wie bei jeder Bestattung geben.

Wie lang dauern Einäscherung & Beisetzung?

Wie lange es nach der Einäscherung bis zur Beisetzung der Urne dauert, ist von mehreren Faktoren abhängig. Der Ablauf von der Abholung bis zur Übergabe der Urne dauert meist ungefähr eine Woche. Sowohl die Auslastung des Krematoriums, die Art und der Zeitpunkt der Trauerfeier als auch der Bestattungsort können auf die Vorbereitung und Abwicklung der Feuerbestattung einwirken. Details können Sie mit dem Beratungsteam von Bestattung Himmelblau besprechen.

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Sarg für die Feuerbestattung

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Auch bei der Feuerbestattung gibt es eine Sargpflicht. Das wird im österreichischen Bestattungsgesetz vorgesehen und bedeutet, dass eine Kremierung nur mit einem Verbrennungssarg durchgeführt werden darf. Der sogenannte Kremationssarg ist meist geleimt und nicht verschraubt, damit der Sarg bei der Verbrennung vollständig eingeäschert wird. Er besteht aus einfachem Holz und ist meist nicht so kunstvoll verziert wie ein Sarg für eine Erdbestattung. Bei der Auswahl des Sarges sollte jedoch eine mögliche Sargaufbahrung samt Trauerfeier vor der Kremation berücksichtigt werden.

Urnen für Urnenbestattungen

Bei einer Feuerbestattung wird die Asche in eine Urne eingebettet. Genauer gesagt werden die Überreste nach der Einäscherung zuerst in eine schlichte Aschekapsel aus Metall gefüllt, die fest verschlossen wird. Danach wird die Aschekapsel in eine sogenannte Schmuckurne gesetzt. Diese Überurnen oder Bestattungsurnen gibt es in vielen Varianten und Ausführungen. Sie können aus verschiedenen Materialien wie Holz, Metall oder Keramik gefertigt und mit allen erdenklichen Motiven verziert sein. Für Naturbestattungen gibt es auch biologisch abbaubare Urnen. Diese zersetzen sich im Laufe der Zeit vollständig. Bei Wasserbestattungen bestehen die Urnen aus wasserlöslichen Materialien wie Pappmaché oder Salz.

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Feuerbestattung: Traditionen weltweit

Feuerbestattungen sind seit langer Zeit auf der ganzen Welt vertreten und zählen zu den ältesten Bestattungsarten überhaupt. In Europa war in den letzten Jahrhunderten lange die Erdbestattung vorherrschend. Das hängt auch mit der christlichen Kirchentraditionen in Europa zusammen. Denn im Christentum waren Feuerbestattung bis ins 20. Jahrhundert nicht erlaubt. Evangelische und Katholische Gemeinden gestatten heute die Feuerbestattung, in der orthodoxen Kirche hingegen ist sie bis heute nicht zugelassen.

Ein populäres Beispiel für Feuerbestattungen in der Geschichte Europas geben die Wikinger, die verstorbene Krieger mit einer Verbrennung beigesetzt haben. In anderen Gebieten der Welt ist die Feuerbestattung jedoch seit jeher vorherrschend, wie z.B. im asiatischen Raum und im Hinduismus und Buddhismus. Im Judentum und auch im Islam ist die Feuerbestattung hingegen bis heute nicht anerkannt. Denn die Verbrennung widerspricht dem Gedanken der Würdigung der Toten in diesen Religionen.

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